Lothar Klee

Lothar Klee – Trainer, Dozent, Choreograf für Show- und Festkultur, Artsport, Tanz und Rhythmik, Wir-Kultur, Sinne-Entfaltung und sinnliche Kommunikation

 

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Kurz-Vita:

Ich leite seit 1983 Gruppen, Projekte und Veranstaltungen. Als Jugendlicher entwarf ich gerne Jugendgruppen-Programme für die Kirche und Trainingseinheiten für die Leichtathletik-Vereinsjugend. Ich engagierte mich gerne als erster Lektor in der katholischen Heimatkirche in Ettenheim sowie in der „Green Stub“ – einem Treffangebot der aufkommenden grünen Politikbewegung. Mit einem regelmäßigen Wochenende-Job als Getränkeverkaufsfahrer in der nachbarlichen Getränkefirma Welte finanzierte ich Schüler-Reisen (Paris, Nordsee, Skiurlaub), Rennrad, Musikanlage und Tanzabende – sowie schließlich mein Studium. 1981 beendete ich die regelmäßigen Fahrten zum Getränkeverkaufsjob in meine Heimatstadt Ettenheim und begann Leben, Reisen und Studium als Hilfswissenschaftler im geografischen Institut sowie mit Lehrveranstaltungen für die Uni und Volkshochschule Freiburg zu finanzieren. Hinzu kamen Gruppen- und Teamerschulungen für das Bildungswerk der AWO Baden, kirchliche Diozösen sowie zunehmende Trainer- und Sporthaustätigkeiten als Sport-, Tischtennis- und Skilehrer. Eine besondere Erfahrungen nach dem abgeschlossenen Lehrer-Studium Sport und Geografie war die fast halbjährliche Sommer-Animationstätigkeit im damaligen Hetzel – Sport- und Ferienhotel, dem heutigen Vier-Jahreszeiten-Hotel, am Schluchsee im Schwarzwald. Ich entwarf neben täglichen Gästeangeboten (wie z.B. Entspannungs-, Ausflugs-, Show- und Discoprogrammen) spezifische Angebote für Vereine, Firmen und Gruppen (wie z.B. Modehäuser, Tischtennis-Nationalmannschaft, VFB Stuttgart, Mercedes). Mehr zur Entwicklung bzw. Vita siehe auch hier – insbesondere auch zu meinen Schwerpunkten bzw. Fachgebieten und -erfahrungen.

Wichtige Themen in meinen frühen Berufstätigkeitenwaren, parallel zum Zweitstudium Diplom-Pädagogik, waren Sinne, Erlebnissport, Spiel, Tanz, Kooperation, Soziokultur, Kreativität, Gruppenkonzepte. Als Hochschuldozent war ein Highlight die Freundschaft und Zusammenarbeit (gemeinsame Lehrveranstaltungen und Kongress-Veranstaltungen) mit Professor Edmund Kösel (Gruppenpädagogik /-therapie PH Freiburg) und Prof. Jonny Kiphard (Psychomotorik / Motopädie Sport-Uni Frankfurt). Mit Edmund und weiteren Studenten entstanden zahlreiche Spiel(fest)projekte auch für Kongresse. Mit Jonny teilte ich bis zu seinem Tode 2010 die besondere Leidenschaft für Circus, Theater und Kleinkunst sowie Visionen und Projekte für kreative, experimentelle und sinnliche Bewegungskultur. Ich bewunderte ihn stets wenn er im Handstand auf den vorderen Tischen Studenten, bei Vorlesungen zur Wahrnehmungsförderung, beim Thema Balance erklärte, welche Formen von Gleichgewicht es gibt. Nach seiner Emeritierung (Uni-Pensionierung) wirkte er z.T. als Clown und Musiker, oft mit Akkordeon, bei meinen Artistik-Kinderprojekten mit.

Große Schwerpunkte wurden für mich ab meinen ersten Lehr- und Projekttätigkeiten Balance, Ausdruck und experimentelle Teamarbeit als Grundelement der meisten Circus-Künste, des Tanzes und der Entwicklung der Menschheit. Balance erwuchs zum besonderen Kern bei meinen Sinne-Seminaren und -Projekten (z.B. für Feste und Parkanlagen), Tasten bzw. Berührung zum Erfahrungs- und Belebungselement meiner Teamer-Aus- und Fortbildungen (siehe auch Schwerpunkt Kultur & Sinne).

Als freier Choreograf, Trainer und Dozent bin ich bis heute stark orientiert an kreativen Circus-, Sport- und Bewegungsprojekten / -festen. Noch mehr konzentriere ich mich heute auf Tanz-, Wir-Kultur-, Kommunikations- und Kontakt-Veranstaltungen. Der englische Begriff Artsport umfasst alle mir wichtigen kreativen-künstlerischen Bewegungs- und Ausdrucksfelder wie Tanz, Akrobatik, Bewegungspoesie, Rhythmik.

Stärken und Schwächen l(i)eben: Hausangelegenheiten finden meist nicht meine Stärken oder Motivation. Dafür genieße ich es, wenn andere ihre Stärken und Interessen beim Kochen, Putzen, Handwerken, Hausfinanzieren, Wohnraumgestalten… ausleben (wollen und können). Ich folge dann gerne. Manches davon kann ich wirklich gut, aber es motiviert mich selten alleine anzupacken. Ich folge lieber. Meine Felder wo ich gerne vorausgehe, finden sich eher in der Öffentlichkeit, Bewegung, Begegnung oder Bildung – bei Tanz, Akrobatik, Fest- und Showgestaltung, Potenzialentfaltung, Kultur- oder Sinnesprojekten, (sinnlicher) Kommunikation. Ich habe inzwischen gelernt meine Stärken und Schwächen wahrzunehmen, zu verstehen und zu ergänzen – die Kraft des Miteinanders zu genießen und zu lieben.

Tanzen und neue Wege 2017: Ich schaue mich immer sehr gerne in der Tanzwelt und in anderen Kulturen um. Früher verband ich es mit dorthin reisen (Kuba, Kolumbien, Costa Rica, Marokko, Sinai / Wüsten-Beduinen, Spanien, Griechenland, Türkei…). Von dort brachte ich immer Rhythmus-Instrumente oder Tanzideen mit. Heute suche ich mir mehr hier die Veranstaltungen oder Macher – oder durch Internet-Reisen. Einige konkrete Reiseideen habe ich auch noch. 2017 will ich Tango oder Fusionen (BachaTango, TangoBlues, AfroTango, BachaBlues, TangoContact, SalsaTango…) mehr erschließen und ab 2018 gerne weitergeben. Jetzt intessiert mich inbesondere das Grundelement sinnliche Kontakt- und Kommunikationsformen beim Tanzen. Anders formuliert geht es um das Wohlfühlen durch Musik, Bewegung, Miteinander und Berührung. Eine weiterer aktives Lern- und Entwicklungsfeld 2017 ist Luft-Akrobatik & Luft-Yoga mit Tücher zu verbinden – auch zur Gesundheits- und Persönlichkeitsbildung sowie Generationenverbindung. Jung und Alt schweben gerne. Beide Formen ermöglichen Hängen, Schwingen, Kreiseln, Drehen und Dehnen in einer Tuch-Schaukel. Die einen suchen dabei Herausforderungen oder Show-Ideen, die anderen Entspannung und Selbstfindung. Warum also nicht Kindern helfen zu Herausforderungs- und den Erwachsenen zu Entspannungsmöglichkeiten beim Schweben. Beide lieben außerordentlich das Grundgefühl des Schwebens und Schaukeln mit eigenen Dosierungsmöglichkeiten – glaube ich. Und wenn beide dies gleichzeitig realisieren – z.B. im Sportraum oder Wohnzimmer – hätten wir ein wundervolle lebendiges Miteinander von Klein und Groß, Kinder und (Groß)Eltern. Auf Luftyoga-Höhe ist dies ungefährlich. Mehr siehe auch Schwerpunkte.

Lebenswege und -orte: Meine Entwicklung führte mich von meinem Heimatort Ettenheim (35 km nördlich Freiburg) über die Studienorte Karlsruhe, Saarbrücken und Freiburg (Studium 1: Lehramt Sport und Geo sowie 2: Diplom-Pädagogik) nach Frankfurt. Ich folgte Lehr- oder Projektaufträgen der Uni und Päd. Hochschule Freiburg, FH Darmstadt (Sozialpäd.) und Uni Frankfurt (Sport) sowie von Volkshochschulen, Bildungswerken (Awo-Jugend Baden, Kirche Südbaden, Landessportbund Hessen) und Kongressen / Konferenzen / Messen. Hinzu kamen Mehrjahres-Anstellungen im Bildungszentrum Langen (FH + Ausbildung Flugsicherung und Wetterdienst), im Berufsbildungszentrum Südhessen in Karben und in der integrierten Gesamtschule Frankfurt-Preungesheim. Es folgten die Mitwirkung beim Aufbau von gemeinschaftlichen Wohnprojekten in Kelkheim – „Zauberberg“ (Taunus), Greifenstein – „Oase Greifenstein“ (Seminarhaus am Rande des östlichen Westerwaldes) sowie in Elbtal – „Ein neues Wir“ (Mehrgenerationen-Wohnprojekt am Rande des westlichen Westerwaldes, nahe Limburg, zwischen Frankfurt und Köln).

Wir-Kultur-Projekte: Diese Zeit führte mich praktisch und theoretisch und voller Begeisterung immer tiefer ein in die Wir-Kultur – der wachsenden Bewegung zwischen z.B. Gemeinschaftsleben, WeQ-Bewegung, Reinventing Organizations, partizipativen Kultur- und Umwelt-Projekten, Share- und Gemeinwohl-Ökonomie. Mein erstes Lehrprojekt im Sinne Wir-Kultur, Reinventing und Kreativ-Organisation war 1984-86 Tournee „Circus Sapperlot“ Freiburg. Circus (insbes. im Sinne Cirque Noueau – keine Tiere und voller Fantasie) fesselt meine kreative-kooperative Sport- und Projektseele schon während meines Sportstudiums 1978-84 in Freiburg. Meine Sportlehrerseele war insbesondere interessiert an Artsport bzw. kreativer Körperkultur. Frühe Inspiratoren während meiner beginnenden Dozentenentwicklung in Sport, Spiel und Gruppenpädagogik ab 1983 wurden z.B. Rigolo (Schweiz) und Traumfabrik Regensburg. Fasziniert bin ich heute von der Bambus-Dorf-Show des Staatscircus Vietnam oder Cirque du Soleil. Schon als Sportstudent initiierte ich große Spiel- und Kulturfeste z.B. für die Uni Freiburg und regionale Institutionen (Vereine, Politik, Schulen), die ich gemeinsame mit Studenten oder Projektgruppen plante.Kreative Wir-Kultur bzw. Gruppenprojekte bestimmten mein Leben. Vieles davon existiert weiterhin. Der Studenten-Circus Sapperlot erwuchst zum freien Kreativ-Unternehmen. Aus dem Circus-Stadtprojekt Bärenbrunnenfest Ettenheim (kreatives Zusammenwirken fast aller Vereine, Initiativenen. Organisationen) erwuchs der heutige Stadtcircus Paletti Ettenheim. Generell: Wir-Kultur verbindet verschiedene Potenziale und Kräfte. Ein afrikanisches Sprichwort sagt: Wenn du schnell gehen willst, geh alleine, wenn du weit kommen willst, geh gemeinsam mit anderen.

Alle diese Projekte waren erste Berührungen mit der frühen Gesellschaftsbewegung Wir-Kultur und Reinventing Organizations. Es folgten  soziokulturelle bzw. kulturkreative Lehr- und Projektaufträge für die FH Darmstadt (Sozialpäd.), Uni Frankfurt und FH Langen (Flugsicherung und Wetterdienst), für Stadt- und Kongressprojekte. Folgend einige Beispiéle: Stuttgart (Carmina Burana), Heidelberg (Circus als erlebnispäd. Projekt), Frankfurt (u.a. Kinderzirkus der Kinderhäuser, Circuskinder Ausstellungsshowprojekt im Historischen Museum, Mainufer-Show-Spektakel, Jubiläumsshow 100 J. Caritas Frankfurt, Stadthalle-Showfest der Reitvereine, Elternkongress mit Gala der Kinder – Kinder-Varieté-Projekt) und Wetzlar (Domplatz-Shows und Turn-Galas). Typische Vereins- oder Schul(fest)-Projekte waren z.B.: Frankfurt (für mehrere Vereine und Schulen), Solms (Turngau Lahn-Dill), Ober-Mörlen (Handballturnier Bewegungs-Spektakulum), Bad Vilbel, Rosbach und Bonn (Weihnachtsmarkt-Circus).

Hinsichtlich Show- und Bühnenprojekte gestalte ich am liebsten Konzepte wie Cirque nouveau [siehe Foto-Fachinfo] – auch Contemporary Circus genannt, Karibik-Varieté (nach einer Show tanzen Bühnenakteure und Publikum gemeinsam wie in Kuba) oder partizipative Innenstadt-, Stadtteil-, Park-, Fest- oder Show-Ball-Projekte (mit Balltanz- und Show-Choreografien die in Projektgruppen gestaltet werden). Die Projekte können öffentlich ausgeschrieben werden oder mit z.B. Gewerbe- und Vereinsringen, Gesellschafts- oder Sportverbänden umgesetzt werden. Ein besonderer Schwerpunkt von mir sind kreative Projekte und Shows mit Alltagsmaterialien wie Leitern, Kisten, Brettern, Bambus-Stäben, (Sanddorn-)Ästen, Stühlen, Sofas, Tischen, Tüchern, Hängetüchern, Eimern, Regenschirmen, Stelzen – oder poetische Balancen und fantsievolle Figuren z.B. in Straßen und Festen (z.B. Schwebender Silbermann, Schwebender Flaschengeist, Roboter).

Menschen. auch Jung und Alt, im gemeinsamen Gestalten, Erleben oder Lernen zu verbinden ist mir ein wichtiger Lebensinn und auch Berufsweg. Menschen im Sinne der Wir-Kultur, kreativ und belebend durch Veranstaltungsprojekte in Kontakt, Kraft und Verbindung zu bringen und zum gemeinsames Visionieren, Experimentieren, Erforschen sowie Gestalten und Planen einzuladen (auch bei Firmen-Veranstaltungen), ist mir ein großes Herzensanliegen. Dies wollen wir auch im Rahmen der neuen Initiative Visiana.

Mehr zu meinen Schwerpunkten und Erfahrungen siehe auch www.Ein-neues-Wir.de > Die Menschen im Mehrgenerationen-Wohnprojekt > Lothar > Schwerpunkte

Kontakt:  lothar@visiana.de, lothar.klee@yahoo.de, Tel.: 06436 / 94 94 376 (Gemeinschaftstelefon)

Wohnort: Ein neues Wir, 65627 Elbtal, Wiesenstr. 37-39